von Bundesarchiv_Bild_102-08538,_Fritz_Lang_bei_Dreharbeiten.jpg: UnbekanntUnknown derivative work: Octave.H [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

von Ulrich Siebgeber

Die politische Nation hat sich auf die Jagd nach den Verfehlungen des Herrn M. gemacht. Verfehlungen sind, wie man weiß, etwas anderes als Vorwürfe, die sich gegen einen Menschen erheben lassen. Die Politik lebt von Vorwürfen. Sie wüsste gar nicht, was sie stattdessen tun sollte, sie muss, wenn nichts anderes übrig bleibt und Zeit und Umstände drängen, sich Vorwürfe ausdenken – um der Sache, vor allem aber um des eigenen Vorteils willen...

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von Ulrich Siebgeber

Das Getümmel um die Chemnitzer Vorgänge lichtet sich und die Deutungslinien treten hervor. Wer sich nicht eindeutig ›gegen Rechts‹ positioniert, indem er öffentliche Plätze und Straßen meidet, sobald absehbar wird, dass sich sein demokratischer Protest mit den anrüchigen Darbietungen der völkischen Szene mischen könnte, muss künftig damit rechnen, von den Mehrheitsmedien selbst dieser Szene zugerechnet zu werden. ›Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns‹ –: das demokratische Lichtschwert teilt die Republik absolut...

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Banksy mural in Highbridge section of the Bronx. By Manhatta [CC BY-SA 4.0  (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

von Ulrich Siebgeber

Der Taschenspieler Tschipek, der später viel als Philosoph arbeitete (nicht zu verwechseln mit dem taschenspielernden Philosophen Žižek), hat als Junge zuviel Ljubljanicawasser geschluckt; das führte dazu, dass er für alle Probleme, die man ihm vorlegt, eine brachiale Lösung zu besitzen behauptet: »Der Klassenkampf«, pflegt er auszuführen, »ist der Schlüssel zu einer Sache, die weder Tür noch Schloss besitzt.« Die wahre Natur der Besitzergreifung sei daher der Einbruch. »Ich persönlich bevorzuge die direkte Aktion, aber nicht vor Einbruch der Dunkelheit. Das erleichtert das Weglaufen.«

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