By The Photographer - Own work, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37806971

Ich lehne ab, du lehnst ab, wir ihr sie lehnen ab – das sagt sich leicht. Da der Akt des Aussprechens sie bereits enthält, macht sich nichts leichter als Ablehnung. Eine Tür, gerade noch angelehnt, hat sich geschlossen, vergebens drückt, wer’s nicht glauben möchte, die Klinke: Kein Durchgang. Es ist vorbei. Ablehnung entspricht einem menschlichen Grundbedürfnis. Nur welchem? Nicht unbedingt dem Wunsch, in Ruhe gelassen zu werden – darum geht’s nicht, allenfalls in den seltensten Fällen. Worum es dann geht? Wer ablehnt, baut Kompetenz auf: das klingt kurios, kommt aber der Wahrheit so nahe wie irgend möglich, bevor sie auffliegt und der Vogel im Unerreichbaren schwebt.

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By The Photographer - Own work, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37806971

Aus den Köpfen, das ist der entscheidende Punkt. Dieser unerträgliche Zwang, konform zu denken, wie kam er auf, wo kam er auf, in wem kam er auf? Viele empfinden ihn gar nicht, sie halten ihn für einen bösen Trick, eine Strategie des Bösen, die darauf zielt, sie aus dem Paradies zu vertreiben: »Ihr werdet sein wie Gott.« Wieso Gott? Welches Paradies? Wichtigste aller Fragen: Welche Schlange? Um sie zu beantworten...

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Marabou stork (Leptoptilos crumenifer) head

Gehörte ich zu dem einen Prozent – dem berühmten einen Prozent der Menschheit – und pochte mein Herz für den Fortschritt (so etwas soll vorkommen, es kommt vor, da in diesen Regionen die Angst nistet, von den Fortschritten der anderen überholt und abgehängt zu werden), so fühlte ich zweifellos links: nicht in jenem altbackenen Sinn, in dem Gewerkschaften den Ton angeben und Menschen die Tricks der Mächtigen fürchten. Wie dann? Nun, so einfach ist das nicht… Ich würde all diejenigen fördern, die sich benachteiligt fühlen

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