Trauer

von Peter Brandt

Am 22. April dieses Jahres verstarb in seinem zweiten Heimatland Dänemark der Historiker, Kultur- und Sportsoziologe mit auch ethnologischer Kompetenz Henning Eichberg, in den letzten Jahren verschiedentlich Globkult-Autor; er wurde 74 Jahre alt. Ich habe ihn um 1980 zum ersten Mal persönlich getroffen und hatte daran gedacht, ihn im jetzigen Sommer auf dem Weg nach Norwegen – nach langen Jahren – zuhause zu besuchen. Wir standen über die Jahrzehnte in Kontakt: Bücher, Sonderdrucke, später in elektronischer Form, gingen hin und her.

von Gunter Weißgerber

Der Titel könnte in die Irre führen. Unheimlich leicht war nichts, überhaupt nichts von dem, was Michael, Gesine, Rainer, Christian, Uwe, Frank, Fred, Jochen, Hilli und alle anderen im Buch beschriebenen jungen Leute in der Diktatur der Arbeiterklasse trieben. Was sie mit offenem Visier, den großen Gefahren ins Auge schauend, strategisch durchdacht und geradezu gefahrverachtend taten. Unheimlich mutet es an, mit welch' frappierender Leichtigkeit diese jungen Leute zur Sache gingen. So ganz anders als blutrünstige Revolutionäre vom Schlag eines Robespierre oder Lenin.

Es war auch nicht der kindisch-zerstörende West-68er ›Widerstand‹ in der Demokratie (nicht zu verwechseln mit dem tatsächlichen Widerstand im Osten im Umfeld des 68er ›Prager Frühlings‹) oder dem Pegida/Legida-›Widerstands‹gestammel unter Polizeischutz. Es war tatsächlich ein todesmutiges Anliegen mit einem Terrorsystem kommunistischer Provenienz.

DDR Wendeplakate

Erster Stolperstein: Der Dialog über den Dritten Weg

von Gunter Weißgerber

Der Leipziger ›Aufruf der Sechs‹ sagte es klar und deutlich. Es ging nicht um die Abschaffung des Sozialismus. Der Weiterführung galt die Sorge,

(Wötzel, Pommert, Mayer, Lange, Masur, Zimmermann)