Ferdinand Lassalle

von Gunter Weißgerber

Wählen aus Mitleid? Mitleid mit wem? Mit einer Partei? Mit der Bundesrepublik? Mit der EU? Oder gar aus Selbstmitleid?

Die Fragen mögen absonderlich klingen, zumal, wenn sie jemand aufschreibt, der vor fast drei Jahrzehnten erstmals frei wählen konnte und dem diese freien Wahlen noch immer heilig sind.

Und dennoch ist es so. Wie mir ergeht es sehr vielen Freiheits- und Demokratie-süchtigen Mitbürgern. Das weiß ich aus ungezählten Gesprächen in West, Ost, Süd, Nord mit Wessis, Ossis, Wossis.

Michael Sowa: Meermuffel 1

Putin zerschlägt das Reich des Guten mit dem Schwert Iwans des Schrecklichen und gründet ein Pipeline-Imperium

von Michael Sowa /
Ulrich Siebgeber

 

Donald Trump Inauguration

von Heinz Theisen

Warum die Ursachen von Donald Trump als politische Aufgaben erkannt werden müssen

Dass eine politisch unerfahrene, persönlich ungebildete und charakterlich ungefestigte Person wie Donald Trump zum mächtigsten Mann der Welt gewählt wird, muss Ursachen haben. Dass sich unsere politische Klasse bis weit in die Medien hinein weigert, über diese Ursachen nachzudenken, ist verständlich, denn die Hauptursache für Donald Trump ist sie selbst.

Sowohl der Brexit als auch die Wahl von Donald Trump sind als Reaktionen auf eine vorangegangene Ideologisierung von ›Weltoffenheit‹ zu verstehen, die sich in einer historisch beispiellosen Entgrenzungspolitik nach außen und innen niedergeschlagen hatte. Vom spekulativen Kasinokapitalismus der Neoliberalen, der Interventionspolitik der Neokonservativen bis zu den offenen Grenzen der politischen Linken wurde eine universalistische Politik voranzutreiben versucht. Dass die Welt heute aus den Fugen ist, liegt vor allem an diesen letztlich utopistischen Überdehnungen des Möglichen und Sinnhaften.