Der Verfall der Wissenschaftsfreiheit und seine Ursachen
von Henrieke Stahl
1. Deutschlands Absturz in der Wissenschaftsfreiheit
Irene Khan, die Sonderberichterstatterin der UN, vermerkt in ihrem Bericht vom 11. Juni 2026, dass es besorgniserregende Anzeichen für eine Erosion der akademischen Freiheit in Deutschland gebe, auch wenn es nach wie vor ein hohes Niveau halte. Anlass für Khans Einstufung sind der überraschend steile Absturz Deutschlands von Platz 1 in 2022 auf Platz 27 und der Wechsel aus der ersten in die zweitbeste Kategorie im Bericht des Academic Freedom Index 2025.
Deutschland steht mit seiner Erosion der Wissenschaftsfreiheit nicht allein. Alle westlichen Demokratien, die eine mehr, die andere weniger, folgen dem ungefähr 2012 weltweit einsetzenden Trend zum Abbau der Wissenschaftsfreiheit. Die westlichen Demokratien hatten am Ende des Kalten Kriegs 1990 ihr höchstes Level der Wissenschaftsfreiheit seit 1960 erreicht und waren dort mehr oder weniger konstant bis 2020 geblieben, um sich dann dem globalen Abwärtstrend anzuschließen und umso steiler abzufallen. Der Abstieg setzt sich auch heute fort.
Wie sieht die Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit in Deutschland aus: was ist alt, was ist neu?
von Helmut Roewer
Das jüngste Gemetzel in Nahost begann am 28. Februar 2026. Dieser Krieg beruht, so wie es in der Weltpolitik nur zu häufig zu beobachten ist, auf zwei einander feindseligen, unversöhnlichen Standpunkten, die dann schließlich in einen heißen Krieg einmünden. Mit anderen Worten: Der Gewaltausbruch kam nicht aus dem Nichts, sondern er hat eine lange Vorgeschichte. Genau genommen hat er deren zwei. Es geht um zwei miteinander unvereinbare Geschichtserzählungen, zum einen um die Persiens und zum andern um die der Juden und – hiervon unentwirrbar – die des Staates Israel.
von Jobst Landgrebe
Der Filmemacher Robert Cibis ist ein verdienstvoller Mann. Während der Corona-Panik behielt er einen klaren Kopf und machte zahlreiche Filme und Interviews, um zu zeigen, dass die Massenangst unberechtigt und schädlich war, dass die Maßnahmen sinnlos waren und die Immunisierung gegen das Virus mit Hilfe von Nukleinsäuren keine gute Idee war. Das hat im viel Ärger, aber auch Respekt und Bewunderung eingebracht. Jedenfalls ist ihm irgendwann klar geworden, dass in unserem Gemeinwesen ein fundamentales Ungleichgewicht eingetreten ist. Er thematisiert diesen Sachzusammenhang nun in einer neuen Dokumentarfilmreihe über Angela Merkel. Der erste Teil der Reihe, die in mehreren Episoden Leben und Wirken der achten deutschen Bundeskanzlerin beleuchtet und analysiert, ist gerade erschienen. Der Film thematisiert die familiäre Herkunft und den frühen Werdegang Merkels, die in der DDR, bei deren Ende sie 35 Jahre alt war, mit zahlreichen Privilegien aufwuchs und als FDJ-Führungskraft ihre ersten politischen sowie berufliche Schritte machte. Zu Wort kommen Merkel-Biographen sowie Zeitzeugen wie Hans-Georg Maassen oder Vera Lengsfeld, die für und mit Merkel jahrelang gearbeitet haben. Handwerklich perfekt im nüchternen Dokumentarstil gemacht informiert der sehr sehenswerte Film zu ausgewählten Themen in Merkels Werdegang vor der Kanzlerschaft. Auf die Fortsetzung darf man gespannt sein.
Man kann den Film hier erwerben oder hier als Abonnent von Cibis Plattform streamen.
