Globkult durfte, nach tastenden Anfängen, den Vorzug genießen, mit Peter Brandt und Gunter Weißgerber von zwei profilierten Herausgebern auf Kurs gebracht zu werden. Peter Brandt, der Sohn Willy Brandts, und Gunter Weißgerber als Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei in der ihrer Auflösung entgegen taumelnden DDR wurden und werden nicht müde, sozialdemokratisch inspirierte Alternativen zum Regierungskurs zu formulieren. Das hat sie nicht davon abgehalten, Globkult weit für Analysen unterschiedlicher Herkunft und Ausrichtung zu öffnen, vorausgesetzt, sie lassen eine gewisse Grundliberalität in den Auffassungen der Autoren erkennen. Manchen Autoren wurde die Spanne früher oder später zu breit – die modische Tendenz zur Haltungsbekundung fordert ihren Tribut.
Nach 20 Jahren IABLIS-Herausgeberschaft (geplant waren ursprünglich zehn) haben wir uns im vergangenen Jahr entschieden, Globkult künftig selbst herauszugeben. Wenn damit eine Richtungsänderung verbunden ist, dann in der Betonung des liberalen Gedankens. Die Zeit der fabrizierten Alternativlosigkeit hat auch den Liberalismus halbiert: an den Urnen wie in den Köpfen. Wenig verbindet den Reichen-Liberalismus der Weltrettung à la WEF mit der Liberalität des freien Umgangs und des Respekts für gewachsene Lebensformen, nicht zu vergessen die Kultur des freien Wortes, die in erstaunlichem Umfang unter die Räder geraten ist. Man soll dieses Wenige nicht künstlich zerschneiden, aber angesichts der allenthalben lauernden Gefahren der Zwangsbeglückung (und der Erfahrungen der letzten drei Jahre) dürften die Prioritäten einigermaßen klar sein.
Globkult ist mehr als ein politisches Magazin. Die Gründe dafür, warum sich die Politik überall vordrängt, liegen für jedermann sichtbar auf der Hand. Auf Fertigware auf Gesinnungsbasis lässt sich leicht verzichten, Kenntnisse, Analyse, fundierte Kritik und Witz sind auch in Zukunft unabdingbare Ingredienzien, wenn es, nach Hegels Diktum, die Zeit in Worte zu fassen gilt.
Ulrich Schödlbauer Renate Solbach Berlin, den 2.11.2022
Der Filmemacher Robert Cibis ist ein verdienstvoller Mann. Während der Corona-Panik behielt er einen klaren Kopf und machte zahlreiche Filme und Interviews, um zu zeigen, dass die Massenangst unberechtigt und schädlich war, dass die Maßnahmen sinnlos waren und die Immunisierung gegen das Virus mit Hilfe von Nukleinsäuren keine gute Idee war. Das hat im viel Ärger, aber auch Respekt und Bewunderung eingebracht. Jedenfalls ist ihm irgendwann klar geworden, dass in unserem...
Noch nicht alle Hoffnung fahren lassen! - Sind nur die 68er an der Misere schuld?
Herbert Ammon
„This is the way the world ends / Not with a bang but a whimper.“ Die von dem Dichter T.S. Eliot 1925 erstellte Zeitdiagnose scheint sich ein Jahrhundert später vor unseren Augen zu bestätigen. Mit einer Mischung aus Unbehagen und Hilflosigkeit beobachten wir die seit einigen Jahrzehnten – forciert durch Angela Merkels Grenzöffnung 2015 – fortschreitende Revolutionierung unserer Lebenswelt,...
Das Gespenst, das in Europa umgeht, heißt Populismus. In Deutschland lauert es hinter der Brandmauer in Gestalt der AfD. Gegen sie, so hören wir von Vertreterndes ordre établi, gilt es „unsere Demokratie“ zu schützen. Sprachkritisch betrachtet, kommt im Possessivpronomen - hinter dem moralisch getönten Gemeinschaftsappell - nichts anderes als der eigene, im Parteienstaat verfestigte Machtanspruch zum Vorschein. Auch der freiheitlich klingende Begriff „liberale Demokratie“ – heute vor allem...
Rolf Stolz: Notwende Deutschland. Zur Rettung des Landes und vor sich selbst, Uhingen (Gerhard Hess Verlag) 2025, 268 Seiten.
Wenn Bundeskanzler Merz unlängst in sehr allgemeinen Worten über den desolaten, allenthalben augenfälligen Anblick deutscher Städte spricht, schlägt ihm links-grüne Empörung entgegen. Vereint im Kampf gegen die AfD, sperrt sich die classe politica samt der deutschen Medienöffentlichkeit gegen die Erkenntnis der Konsequenzen der evidenten, statistisch belegten...
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