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von Gunter Weißgerber

Erwiderung auf den Beitrag von Siegfried H. Seidl

Siegfried H. Seidl wünscht einen Machtwechsel in Berlin. Den wünsche ich ebenso. Der Autor sieht eine Ampel aus SPD, FDP und Grünen als realistische und für die FDP erstrebenswerte Option. Hauptsache die Union ist nicht nur raus, sondern nimmt im Verbund der kommunizierenden Röhren Union/SPD den Platz unterhalb 20 Prozent an Stelle der SPD ein. Er hofft auf drei Hauptentwicklungen, so ich ihn richtig verstehe: Merkel-Entourage weg, FDP in die Regierung, kein Linksrutsch. Liegt er richtig? Doch der Reihe nach:

1) Die Spannung

Stimmt. So spannend und unberechenbar war es vielleicht nicht einmal 1949 zur ersten Bundestagswahl. Im Moment sind noch drei Parteien, sollten die Stimmungsbilder der in Deutschland führenden SPD-Medien zutreffen, nahe der 20-Prozent-Linie. Union, SPD, Grüne. Wobei die SPD den Platz oberhalb der 20 Prozent mit der Union tatsächlich tauschen könnte. Ein Ergebnis von Laschets schwachem Auftritt in Verbindung mit Söders Querschüssen und vor allem Olaf Scholz‘ Erfolg, die SPD und ihren linksgrünen Sektiererflügel zur vorläufigen Ruhe gebracht zu haben. Olaf Scholz verschweigt die SPD. Peer Steinbrück gelang das nicht.

von Siegfried H. Seidl

Die Bundestagswahl 2021 bleibt spannend. Nach den neuesten Umfragen, wenige Wochen vor dem Wahlstichtag, führt die SPD deutlich vor CDU/CSU. Olaf Scholz könnte Kanzler werden. Das Anti-Merkel-Lager ist aufgewühlt. Kommen nach dem offiziellen Abgang von Angela Merkel jetzt auch noch die Kommunisten in die Regierung, ob in Form der Linkspartei oder mit dem Parteigenossen Kevin Kühnert? Auch eine sog. Ampel (Rot-Gelb-Grün) schreckt ab, denn – so die Narration – die FDP könnte gegen zwei linke Parteien in der Regierung nichts durchsetzen. Schließlich gibt es noch die nicht aufgearbeitete Cum-Ex-Geschichte, in der dem SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz schwere Vorwürfe gemacht werden wegen einer Steuer-Niederschlagung zugunsten einer Hamburger Privatbank (zu Zeiten eines Franz-Josef Strauß nannte man das ›Freunderlwirtschaft‹).

von Malca Goldstein-Wolf

Ich bin stolz auf die Dinge, die ich aus eigener Kraft erreicht habe. Ich bin nicht stolz darauf, Deutsche zu sein.

Die deutsche Geschichte weist ein düsteres Kapitel unfassbarer Unmenschlichkeit auf, das darf aber nicht bedeuten, dass man dieses Land nicht lieben darf, dass man die deutsche Kultur ablehnen muss und sich dem Land gegenüber, in dem man lebt, feindlich verhalten soll. Das Unrecht der Vergangenheit nicht zu vergessen, ist wichtig. Dennoch gibt es auch viele Dinge, die dieses Land liebenswert machen und für die es sich zu kämpfen lohnt.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.