Das Sommerloch-Thema hat sich mittlerweile zu einem veritablen Schwerpunkt-Thema entwickelt – in den Medien, sowie in den sozialen und asozialen Netzen. Es geht jetzt um die grundlegende Frage, ob die Integration von Generationen von Migranten gelungen ist oder nicht. Einige »bio-deutsche« Reaktionen haben viele Mitbürger mit Migrations-Hintergrund aufgewühlt. Etliche dieser Reaktionen, insbesondere in den asozialen Netzen – haben in ihrer Niedertracht, Ihrer Fremdenfeindlichkeit und ihrem Rassismus kräftig zur Verunsicherung der Integrierten und der noch zu Integrierenden beigetragen. Die Saat, die die AfD so eifrig gesät hat, geht jetzt auf. Das Verhalten des DFB dürfte den Eindruck verstärkt haben, dass es auch für die Mitte der Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich ist, Hass energisch zurückzuweisen.

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Cast of a sitting victim of the eruption of Mount Vesuvius, 79 CE, Pompeii, Italy (Detail) - von Jebulon [CC0], Wikimedia Commons

von Gunter Weißgerber

Für die SPD begann alles am 1. März 1863. Ferdinand Lassalle formulierte sein 37-seitiges »Offnes Antwortschreiben« an die Leipziger Arbeiter. Die waren begeistert und nahmen den Text am 23. Mai 1863 als Gründungsurkunde des »ADAV« an. Die Sozialdemokratie als Arbeiterpartei war damit geboren: »Die Arbeiter müssen sich, so Lassalle, zu einer eigenen Partei zusammenschließen, ihre Interessen bündeln und so genannte Assoziationen (Produktivassoziationen oder »Genossenschaften«) bilden, um ihre ›legitimen Interessen befriedigen zu können‹«.

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Die in den letzten Tagen in der Presse angesprochene neue Studie von Prof. Monika Schwarz-Friesel (TU Berlin) steht jetzt im Netz:

https://www.linguistik.tu-berlin.de/fileadmin/fg72/Antisemitismus_2-0_Lang.pdf

Ziemlich lang, aber interessant auf den ersten Blick vor allem:

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