von Jobst Landgrebe
Der Filmemacher Robert Cibis ist ein verdienstvoller Mann. Während der Corona-Panik behielt er einen klaren Kopf und machte zahlreiche Filme und Interviews, um zu zeigen, dass die Massenangst unberechtigt und schädlich war, dass die Maßnahmen sinnlos waren und die Immunisierung gegen das Virus mit Hilfe von Nukleinsäuren keine gute Idee war. Das hat im viel Ärger, aber auch Respekt und Bewunderung eingebracht. Jedenfalls ist ihm irgendwann klar geworden, dass in unserem Gemeinwesen ein fundamentales Ungleichgewicht eingetreten ist. Er thematisiert diesen Sachzusammenhang nun in einer neuen Dokumentarfilmreihe über Angela Merkel. Der erste Teil der Reihe, die in mehreren Episoden Leben und Wirken der achten deutschen Bundeskanzlerin beleuchtet und analysiert, ist gerade erschienen. Der Film thematisiert die familiäre Herkunft und den frühen Werdegang Merkels, die in der DDR, bei deren Ende sie 35 Jahre alt war, mit zahlreichen Privilegien aufwuchs und als FDJ-Führungskraft ihre ersten politischen sowie berufliche Schritte machte. Zu Wort kommen Merkel-Biographen sowie Zeitzeugen wie Hans-Georg Maassen oder Vera Lengsfeld, die für und mit Merkel jahrelang gearbeitet haben. Handwerklich perfekt im nüchternen Dokumentarstil gemacht informiert der sehr sehenswerte Film zu ausgewählten Themen in Merkels Werdegang vor der Kanzlerschaft. Auf die Fortsetzung darf man gespannt sein.
Man kann den Film hier erwerben oder hier als Abonnent von Cibis Plattform streamen.
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- Geschrieben von: Landgrebe Jobst
- Rubrik: Politik
Noch nicht alle Hoffnung fahren lassen! - Sind nur die 68er an der Misere schuld?
Herbert Ammon
„This is the way the world ends / Not with a bang but a whimper.“ Die von dem Dichter T.S. Eliot 1925 erstellte Zeitdiagnose scheint sich ein Jahrhundert später vor unseren Augen zu bestätigen. Mit einer Mischung aus Unbehagen und Hilflosigkeit beobachten wir die seit einigen Jahrzehnten – forciert durch Angela Merkels Grenzöffnung 2015 – fortschreitende Revolutionierung unserer Lebenswelt, gekennzeichnet durch social media, Geburtenschwund, Ende der „bürgerlichen“ Familie, zahllose Kirchenaustritte, Verwahrlosung der Städte, Migrationsströme und Vordringen des Islam.
Anno 2017 erschien der Warnruf „The Strange Death of Europe“ von Douglas Murray – ohne Re-sonanz im linksliberalen Feuilleton, geschweige denn in der Politik. So weist alles auf den Abschied vom Abendland hin. Der Begriff selbst ist – nicht erst seit dem Auftritt von PEGIDA - verpönt und wird nur noch im Kreise von konservativen Neo-Spenglerianern um David Engels gepflegt.
In seinem kleinen Essayband spricht Ferdinand Knauß vom – gelähmten - „Westen“, meint aber den außer Kurs gesetzten Begriff für die – nach Definition des Bundespräsidenten Theodor Heuß - auf den „drei Hügeln“ – Akropolis, Capitol und Golgatha – gegründete Kultur Europas. Das reale Gegenbild skizziert er in dem von arabischen Migranten geprägten früheren Arbeiterviertel in Saarbrücken. Auf die verzweifelte Lage der der noch verbliebenen Autochthonen angesprochen, entgegnete der Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU), „den Wandel“ müssten die Einheimischen erst mal verarbeiten, aber das Rad lasse sich eben nicht mehr zurückdrehen.(51f.)
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- Geschrieben von: Ammon Herbert
- Rubrik: Politik
von Steffen Dietzsch
Vom einfachen Leben, das gerade nach dem Sieg des Sozialismus so schwierig ist
Man kann zunächst gut verstehen, wie sich der junge Sportschüler Faust sein künftiges gutes Leben – mit freien Volk auf freien Grund zu stehen – vorgestellt hat: Ein Foto von 1961 (S.74) zeigt ihn und einen Freund, beide in weißer Turnerkleidung, tadellos selbstbewusste Haltung, kräftig und sensibel zugleich – die Zukunft wird von ihresgleichen bestimmt, konzentriert, gradlinig, mit Disziplin und Leistungen, die ihnen nicht gleich jeder nachmachen kann. Das war eine neue, eben arbeiterkulturelle Prägung für Menschen, die den für unmöglich gehaltenen Aufbau aus den Trümmern deutscher Geschichte sollten bewerkstelligen können. – Doch der Aufbruchskultur in der DDR fehlte von Anfang an eine Bilanzstrategie. Es fehlte häufig das Verständnis für die schmale materielle Basis eines Neubeginnens. Immerhin musste erst Walter Ulbricht sterben, ehe man (seit Mitte der Siebziger) den heilsgeschichtlichen Begriff ›Sozialismus‹ auf einen wirklichkeitsnahen real-existierenden herunterbrach (dessen Pathosferne durch strafrechtliche Phantasien kompensiert wurde). Vor allem fehlten, und das hat der junge Faust sofort gespürt, akzeptable Umgangsregeln für legitime Kritik an Wegen und Abwegen des Neubeginnens. Die Erfahrungen mit der Macht der unbarmherzigen sowjetrussischen Bürger- & Weltkriegssieger wurden in der DDR als Maxime der eigenen Staatsräson übernommen.
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- Geschrieben von: Dietzsch Steffen
- Rubrik: Politik
- Vera Lengsfeld: Ist mir egal. Wie Angela Merkel die CDU und Deutschland ruiniert hat, Berlin (Achgut Edition) 2024, 200 Seiten (Helmut Roewer)
- Geostrategie 2025
- Klaus-Rüdiger Mai: Angela Merkel. Zwischen Legende und Wirklichkeit. Eine kritische Biografie, München (Europa Verlag) 2024, 415 Seiten (Heinz Theisen)
- Chaim Noll / Heinz Theisen: Verteidigung der Zivilisation, Reinbek (Lau) 2024, 247 Seiten (Ulrich Siebgeber)
- Glenn Diesen: The Ukraine War and the Eurasian World Order, Atlanta (Clarity Press) 2024, 324 Seiten (David Ramsay Steele)
- Heinz Theisen: Selbstbehauptung. Warum Europa und der Westen sich begrenzen müssen, Reinbek (Lau-Verlag) 2022, 389 Seiten (Herbert Ammon)
- Antje Hermenau: Das große Egal. Essay. Dresden (Loschwitz) 2022, 109 S. - Thilo Sarrazin: Wunschdenken. Neuausgabe München (Langen Müller) 2022, 511 S. (Helmut Roewer)
- Werner Bruns, Volker Ronge, (Hgg.): Die Irritation der Gesellschaft durch den Lockdown, Weinheim (Beltz) 2022, 224 Seiten (Heinz Theisen)
- Eckhard Stratmann-Mertens: Wir sind ein Volk - Auf der Suche nach Identität. Jenseits von völkischem Nationalismus und der Doktrin vom Einwanderungsland Deutschland, Hamburg (tredition) 2021, 398 Seiten (Peter Brandt)
- Freya Klier: Unter mysteriösen Umständen, Berlin (Herder) 2021, 304 Seiten (Gunter Weißgerber)
- Markus C. Kerber: »Der Deutsche Selbstmord« – Wie unser Land in der Corona-Krise für Europa geopfert wird, München (Finanzbuchverlag) 2021, 225 Seiten (Gunter Weißgerber)
- Klaus-Rüdiger Mai: Die Zukunft gestalten wir! Wie wir den lähmenden Zeitgeist endlich überwinden, München (LMV) 2021, 232 Seiten (Ulrich Schödlbauer)
- Ronny Heidenreich: Die DDR-Spionage des BND / Bodo V. Hechelhammer: Spion ohne Grenzen / Stefan Appelius: Die Spionin Olga Raue (Rüdiger Henkel)
- Doug Wead: Donald Trump. Die wahre Geschichte seiner Präsidentschaft, München (FinanzBuch Verlag) 2019, 489 Seiten (Herbert Ammon)
- Ulrich Schödlbauer: Macht ohne Souverän. Die Demontage des Bürgers im Gesinnungsstaat. Heidelberg (Manutius) 2019, 383 Seiten (Holger Czitrich-Stahl)
- Holger Fuß: »Vielleicht will die SPD gar nicht, dass es sie gibt / Über das Ende einer Volkspartei«, München (FBV) 2019, 256 Seiten (Gunter Weißgerber)
- Matthias Bath (Hg.): Mauerfall. 25 und eine Erinnerung an die Nacht des 9. November 1989, Berlin (Neuhaus Verlag), 2019, 173 Seiten (Herbert Ammon)
- Stefan Breuer: Die Nordische Bewegung in der Weimarer Republik, Wiesbaden 2018 (Kultur- und sozialwissenschaftliche Studien, hrsg. v. Stefan Breuer / Eckart Otto / Hubert Treiber, Bd. 18), 274 Seiten (Peter Brandt)
- Volker Seitz: Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann. München (dtv) 10. Auflage 2018, 287 Seiten (Gunter Weißgerber)
- Frank Blohm (Hg.): Geh doch Rüber! Revisited. Ein Ost-West-Lesebuch und seine Geschichte, Berlin (Lukas Verlag) 2019, 231 Seiten (Herbert Ammon)
- Ulrich Schödlbauer: Macht ohne Souverän. Die Demontage des Bürgers im Gesinnungsstaat, Heidelberg (Manutius) 2019, 381 Seiten (Gunter Weißgerber)
- Ferdinand Knauß: Merkel am Ende. Warum die Methode Merkel nicht mehr in unsere Zeit passt, München (FinanzBuch Verlag) 2018, 240 Seiten (Herbert Ammon)
- Thilo Sarrazin: Feindliche Übernahme. Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht. München (FBV-Verlag) 2018, 495 Seiten (Johannes R. Kandel)
- Kelly M. Greenhill: Massenmigration als Waffe, Rottenburg (Kopp) 2016, 423 Seiten (Gunter Weissgerber)
- Klaus-Henning Rosen: Grenzland. Meine Zeit mit Willy Brandt, Bonn (Dietz) 2017, 328 Seiten
- Douglas Murray: The Strange Death of Europe. Immigration, Identity, Islam, London – New York – (Bloomsbury) 2017, 343 Seiten
- Eva Quistorp, Richard Schröder und Gunter Weißgerber: Weltoffenes Deutschland? Zehn Thesen, die unser Land verändern, Freiburg i. Breisgau (Herder) 2018, 144 Seiten
- Yanis Varoufakis: Die ganze Geschichte. Meine Auseinandersetzung mit Europas Establishment. München (Antje Kunstmann ) 2017, 664 Seiten
- Edelbert Richter: Deutsche Vernunft – angelsächsischer Verstand. Intime Beziehungen zwischen Geistes- und Politikgeschichte, Berlin (Logos) 2015, 367 Seiten
- Sebastian Maaß: Die Geschichte der Neuen Rechten in der Bundesrepublik Deutschland, Kiel (Regin) 2014, 368 Seiten
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