
von Peter Brandt
Kritisches zum ›Einwanderungsland Deutschland‹
Das jüngst im Hamburger Verlag tredition erschienene Buch von Eckhard Stratmann-Mertens ist eine Provokation: Nicht, weil es etwa polemisch wäre, vielmehr ist dieses Plädoyer für eine deutlich restriktivere Migrationspolitik eine absolut sachlich und argumentativ gehaltene Abhandlung. Das wird den Autor, Oberstudienrat i. R. und Gründungsmitglied sowie Ex-MdB der Grünen (seit 1999 parteilos), nicht davor bewahren, dass man sein Werk mit fremdenfeindlichen Positionierungen in einen Topf werfen wird. Dabei sollte es selbstverständlich sein, dass Kritik an der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik nicht identisch ist, jedenfalls nicht identisch sein muss, mit einer feindseligen Haltung gegenüber denen, die nach Deutschland bzw. nach Europa kommen oder kommen wollen.
von Gunter Weißgerber
Wie lange noch wird es in der zunehmend zum linkslastigen Haltungsstaat degenerierenden Bundesrepublik Deutschland möglich sein, Bücher wie Unter mysteriösen Umständen, die sich mit den Verbrechen der zweiten (linken) Diktatur auf deutschem Boden beschäftigen, selbstverständlich zu publizieren? Mir schwant nichts Gutes. Warum? Das bedarf der Erläuterung. Die Zeiten erfordern das. Damit nie wieder Bücher wie Unter mysteriösen Umständen in Deutschland geschrieben werden müssen.
von Gunter Weißgerber
Markus C. Kerber lernte ich im März 1990 auf einer Tagung der ›Kurt Schumacher Gesellschaft e.V. Bonn‹ kennen und schätzen. Ein Finanz- und Wirtschaftsexperte, der mir als Neuling auf dem großen Parkett deutschland-, EWG- und weltpolitischer Diskussionen prägnant auffiel. Stark im Wissen, klar in der Sprache und Sozialdemokrat – für mich damals der Beweis, dass Sozialdemokratie beileibe nicht nur Betriebsrat und Kümmerer bedeutet, sondern eine breite politische Kraft mit sozialmarktwirtschaftlicher Gestaltungskraft inklusive der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, ist. Nicht in jedem Punkt waren wir seitdem einer Meinung, das Ja zu Freiheit und Demokratie in Verbindung mit der sozialen Marktwirtschaft blieb immer unser gemeinsamer Nenner. Zu denen, die die SPD auf ihrem Zug ins ideologische Nirwana unterwegs verlor, gehören wir beide.
Nun also ›Der Deutsche Selbstmord – Wie unser Land in der Corona-Krise für Europa geopfert wird‹ – ein für mich typischer Kerber: argumentativ auf den Punkt, ohne Floskeln.
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