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von Lutz Götze

 Neuerliche Auseinandersetzungen in den klassischen Einwanderungsländern Kanada und Vereinigte Staaten von Nordamerika, aber auch in europäischen Staaten, haben die Diskussion um das Mit- und Gegeneinander von Kulturen neu belebt, zugleich aber die Auseinandersetzung um den Kulturbegriff erneut entfacht. Wir setzen damit unsere Argumentation aus dem Jahre 2005 fort (Götze 2005).

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von Lutz Götze

Mythen im klassischen Sinne sind Göttergeschichten: erzählt in grauer Vorzeit und weitergegeben von Generation zu Generation. Irgendwann wurden sie aufgeschrieben; zumeist verändert gegenüber dem Ursprung. Nachfolgende Erzähler deuteten sie auf ihre je eigene Weise: So haben sich Mythen über Jahrhunderte hinweg bewahrt und geändert: Ödipus, Prometheus und gerade der Medea-Mythos erfuhren gewaltige Umdeutungen, wenn wir beispielhaft etwa die Medea-Lesart des Euripides mit jener Christa Wolfs vergleichen.

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von Daniel Bensaïd*

Brav, alter Maulwurf! Wühlst so hurtig fort? O, trefflicher Minierer!
William Shakespeare: Hamlet

 

Unser alter Freund ist kurzsichtig. Er ist auch hämophil. Doppelt geschwächt und doppelt zerbrechlich. Und doch setzt er frohen Mutes, geduldig und hartnäckig, von Tunnel zu Stollen, seinen Weg bis zum nächsten Ausbruch fort.

Das 19. Jahrhundert erlebte Geschichte als einen Pfeil, der in Richtung Fortschritt zeigte. Das Schicksal der Antike sowie die göttliche Vorsehung verloren an Bedeutung angesichts der nüchternen Aktivität einer modernen menschlichen Art, die die Bedingungen ihrer eigenen unwahrscheinlichen Existenz produzierte und reproduzierte.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.