Debatte

Ulrich Horb, Jahrgang 1955, lebt und arbeitet als Journalist und Autor in Berlin. Veröffentlichungen in Gewerkschaftszeitschriften, pädagogischen Zeitschriften und Stadtmagazinen, verantwortlicher Redakteur der »Berliner Stimme«.

In der Rubrik »Debatte« stehen Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge mit aktuellem Bezug im Vordergrund, insbesondere zu Fragen sozialer Gerechtigkeit und staatlicher Verantwortung, Analysen der wirtschaftlichen sowie ökologischen Situation und deren politische Handhabung, Beiträge zur Problematik des solidarischen Zusammenhalts des Gemeinwesens und seiner Integration, zur Entwicklung von Bürgerrechten und zur internationalen Rolle der Bundesrepublik Deutschland, namentlich im europäischen Einigungsprozess.

 

von Swen Schulz

Es gibt Dinge, die werden nicht hinterfragt. Weil sie immer schon so waren und man gar nicht auf andere Ideen kommt. Doch der Wissenschaftsrat hat sich kürzlich einer sehr interessanten Frage zugewandt: Warum  gibt es in Deutschland keine staatliche Ausbildung von Islamlehrerinnen und –lehrern sowie Imamen? Warum gibt es keine islamische Theologie an Deutschlands Universitäten?

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Thilo Sarrazinvon Ulrich Horb

Probleme und Mängel in der Integration von Migrantinnen und Migranten sind vor allem in den großen Städten unübersehbar. Immer wieder lösen Brandbriefe von Schulleitern oder spektakuläre Gewaltvorfälle auch heftige öffentliche Auseinandersetzungen aus und lenken den Blick kurzfristig auf die Situation in Schulen und Kiezen. Mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“ hat Thilo Sarrazin jetzt ein Bedrohungsszenario entwickelt, das der Integration wenig hilft, das aber offenkundig der Gefühlslage eines nicht geringen Teils der Bevölkerung entspricht. Die Debatte zeigt aber auch, dass es in Deutschland weder eine gemeinsame Vorstellung darüber gibt, wie Integration erfolgen soll noch wann sie gelungen ist.

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von Swen Schulz

Erst waren die protestierenden Studierenden nach Auffassung der Bundesbildungsministerin Schavan „Ewiggestrige“. Doch sie hatte schnell gespürt, dass sie sich mit dieser aggressiven Rhetorik aufs Abstellgleis begeben hatte. Darum änderte sie ihren Kurs, zeigte Verständnis, sprach von Defiziten und lud zu einem „Bologna-Gipfel“ ein. Und sie kündigte Verbesserungen beim BAföG an.

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