von Ulrich Siebgeber

Wann immer eine irreguläre Gewalttat oder eine Ballung endemischer Gewalt Zutritt zum öffentlichen Bewusstsein erlangt, prallen die Sprache der politischen Korrektheit und ihr Gegenbild, die öffentliche und private Hass- oder Wutrede, aufeinander. Zweifellos handelt es sich um ein Ritual, dessen wenig geheime Bedeutung darin besteht, ›das Schlimmste‹ zu verhüten: das Überspringen der Gewalt in die allgemeine Praxis oder in eine ›neue Dimension‹, wie es euphemisierend bei den Verantwortlichen heißt.

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… neulich im Einstein

quälten wir uns mit der Frage, warum wir uns denn als ›Europäer‹ bestimmen wollten? … ein Freund alberte: Brexiteer zu sein, das ist nicht schwer, Europäer zu werden dagegen sehr … Also: wir sind es natürlich nicht im geographisch trivialen Sinne … weil wir eben in Europa leben. Und so gehört natürlich (auch nach dem 24. 6.) das United Kingdom weiter zu Europa.

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Made by Loco085 msg., CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=364341

von Lutz Götze

Der Rio Uruguay hat – in der Sprache der Guaraní – dem Lande seinen Namen gegeben. Eingezwängt liegt Uruguay zwischen den mächtigen Nachbarn Brasilien im Norden und Argentinien im Westen und Süden, an Fläche etwa halb so groß wie Deutschland. Oft bespöttelt als paisito, ›kleines Land‹ also, wurde der Staat 1825 unabhängig. Vorausgegangen waren jahrhundertelange Kriege zwischen und mit Spaniern, Portugiesen, Briten und Franzosen. General Artigas, der legendäre militärische Führer des Strebens nach Unabhängigkeit, ist, hoch zu Ross, in jeder Stadt als Denkmal zu bewundern. Man sagt, nahezu alle Uruguayer liebten ihn, mehr noch als die zahllosen Rinder und die Fußball- Nationalmannschaft.

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