– oder: wieder kein Wein in keinem Schlauch … und doch besoffen

… neulich im Einstein

erinnerte ich mich an einen Satz von Jules Cambon (1845-1935), der zwischen 1907 und 1914 französischer Botschafter in Berlin war, über uns Deutsche: Es gäbe »keine Verrücktheit, von der man das deutsche Volk nicht durch eine Pressekampagne von vier Monaten überzeugen könnte.« – Das mediengespreizte Postfaktische (als sei es evident, was überhaupt Faktisches ist …) zum neuen Identitäts›begriff‹ für unsere Zeit herausgegrölt, scheint mir ein solches Symptom für jenen alten Befund.

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 Schrott

von Ulrich Siebgeber

Der amerikanische Wahlkampf ist vorbei, der Karneval ist zu Ende gegangen, nur ein paar Trunkenbolde, die nicht so leicht vom billigen Wahlkampffusel lassen können, ziehen nächtens über Amerikas Straßen und zelebrieren den Hass, gegen den ihre Gehirne so gerne ankämpfen möchten. Doch halt, da gibt es eine europäische Elite, professionelle Leute, wenn das Publikum sie richtig versteht, angeführt von einem unglaublichen deutschen Außenminister, den sein Parteichef angesichts der allgemeinen Renten-Unsicherheit noch schnell ins Präsidentenamt hieven möchte – Leute, die ihr Handwerk von Grund auf verstehen sollten, und sie grölen in der ihnen eigenen Sprache der Distinktion mit: Was passiert da gerade? Rausch? Rendite? Routine? Wenn darin eine Steigerung liegt, dann muss es wohl letztere sein.

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Fly close

 

von Ulrich Siebgeber

Flüstert leise leise leise
summt das Flüster-Fliegenlied,
von der Stasi lernt die Weise,
die so cool die Strippen zieht.

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