By Adam Jones from Kelowna, BC, Canada [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

von Ulrich Siebgeber

Steuerzahler ins All

Unbegreiflich scheint die Drohne,
wenn sie über Städten kreist,
wo die Massen leben ohne
das Gefühl der Sicherheit,

das sich einstellt in den Zentren,
wo die Täter sanft entschlummern
im Gefühl vollbrachter Tat.
Wenn nach arbeitsamen Stunden, 

flott gejoggten Aschenrunden
– hinterdrein ein heißes Bad –
sie das Gähnen überwältigt
und der Muskel sich entkrampft.

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Andy Warhol and Ulli Lommel on set of Cocaine Cowboys

von Ulrich Schödlbauer

Die Frage, ob Kunst politisch ist, muss Historikern unverständlich erscheinen. Bereits die ältesten Herrschaftszeichen bezeugen einen unauflöslichen Zusammenhang von Macht und Pomp. Sie sind dazu bestimmt, ›Eindruck zu machen‹. Macht zeigt sich, Macht prägt sich ein. Selbst dort, wo sie sich aus Gründen der Zweckmäßigkeit verborgen hält, spricht sie durch Zeichen, die den Dekor wahren, zu denen, die sie einschüchtern oder hinter sich scharen will. Aufdringlich oder unauffällig darf der Augenschein bekunden, was jeder weiß oder in seinem eigenen Interesse wissen sollte: Hier spielt die Musik. Macht will erkannt werden. Ein probates Steigerungsmittel der Wahrnehmung sind Künste, die ›verherrlichen‹, wo sonst nur krude Gewalt sichtbar würde. Mit den Regierungsformen wechseln Symbol- und Performanzregister.

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Monika Estermann: Angst (2018)

von Ulrich Siebgeber

Als die Wissenschaft von abergläubischer Furcht erfüllt wurde und beschloss, es müsse etwas aus ihr herauskommen

Hier kommt die Angst. Sie hat es schwer.
Der Eifer treibt sie vor sich her.
Was eifert er? Was will er zeigen?
Er will gefallen. Wem? Dem Frager? Nein.
Selbst wenn er’s wollte, wär’ er nicht bereit.

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