Monika_Estermann_Gewiss.jpg

von Ulrich Siebgeber

Fahr nicht auf die Osterinseln
wenn zuhaus der Kuckuck droht
besser hier um Gnade winseln
als vor Ort in Zahlungsnot
kümmere lieber dich beizeiten
denn die Zeit hat immer Recht
gibt es nichts, worum sie streiten
geht es den Genossen schlecht.

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von Gunter Weißgerber

Es war einmal ein junges Mädchen. Am liebsten hätte es wohl in der Welt von ›Tausendundeine Nacht‹ gelebt. Eine fremde, schöne Welt mit viel Glück am Wege. So wie es Märchen oft eigen ist.

Niemand, schon gar nicht ein Kind, nimmt den Inhalt eines Märchens wortwörtlich. Irgendwie klappt das mit dem Ausblenden, dem Überlesen auch sehr schlimmer Dinge in Geschichten, die uns doch so gefallen. So entstand wohl nie Mitleid mit der Hexe, die von Hänsel und Gretel verbrannt wurde. Auch glaubten wir, dass diese Hexe mit Hans und Grete Grausames vorhatte. Unsere Eltern, die es sicher besser wussten, was angeblichen Hexen an Folter angetan worden war, um den armen Geschöpfen abstruse Geständnisse zu entlocken, schützten uns vor den Wahrheiten hinter den Märchen. Niemand wollte uns die schönen Mythen zerstören. Schön sollten wir es haben.

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Erzählung von Katharina Kellmann

1913 löste die Zabernaffäre eine innenpolitische Krise im Kaiserreich aus. In der elsässischen Garnisonsstadt Zabern hatte ein deutscher Offizier, Leutnant Günter Freiherr von Forstner, einheimische Rekruten mit dem Schimpfwort »Wackes« bedacht. Dieses Wort – im Dienstgebrauch verboten – galt im Elsass als Beleidigung. Einige Rekruten informierten die Presse und wurden prompt bestraft. Herr von Forstner erhielt wenige Tage Stubenarrest, um die öffentliche Erregung zu dämpfen.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.