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Blumen vor der französischen Botschaft - Berlin 15.11.15von Ulrich Siebgeber

... es kommen ja nicht nur Menschen, also Arme, Beine, Köpfe, Bedürfnisse, Arbeitsbegehrende, Konsumbegehrende, Versorgungsbegehrende, es kommen Gedanken, Träume, Überzeugungen, Orientierungen, Absichten, es kommen Sozialstrukturen, Abhängigkeiten, Dispositionen, es kommen Vorder- und Hintergedanken, Vorder- und Hintermänner, liebenswerte, verletzte, hilfsbedürftige Menschen, Vertrauenswürdige, Vertrauensunwürdige, Opfer, Täter, Drangsalierte und Drangsalierer, gegenwärtige, vergangene und zukünftige: das alles will öffentlich bedacht, es will besprochen sein. Wenn Willkommenskultur heißt: Keine Auffälligkeiten, denkt, was ihr wollt, solange ihr euch sorgsam verstellt, dann will das nicht viel heißen, dann rühren sich viele Arme und Beine umsonst, auch das will bedacht sein. Die Sprengsätze, die in Paris gezündet wurden, lassen sich nicht im Feuilleton entschärfen, sie lassen sich auch nicht durch beruhigende Statements wegreden, sie sind mitten in den Köpfen der angespannten Bevölkerung gezündet worden und dort explodiert. Auch das muss bedacht und beredet werden.

– Wenn jetzt der Seehofer käm, tätn mern aufnehmen? – Schmarr net so, der bleibt scho in Griechnland hängen. – Warum dös? – Der kann koan Pass wegwerfn, dem kommt ois zupass.

von Michael Sowa /
Ulrich Siebgeber

 

By AnonMoos [Public domain], from Wikimedia Commons

von Ulrich Siebgeber

Als die hohe Frau
von ihrem Stuhl herabstieg,
begegnete sie
dem Zeichen des Halbmonds.
Auf ihre erstaunte Frage,
worum es sich dabei handle,
ergriff ein kleiner Dicker das Wort
und belehrte sie feixend,
es bedeute ›Der Weg‹.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.