Kellmann Katharina

Katharina Kellmann ist Historikerin und Publizistin. Das Spek­trum ihrer The­men umfasst die deut­sche und euro­päi­sche Geschichte seit 1648, mit Beiträgen zur Revo­lu­tion von 1918/19, zur Geschichte des Libe­ra­lis­mus und der See­fahrt bis zum Bereich Mode und Kul­tur. – Homepage

Katharina Kellmann: Rubikon

von Katharina Kellmann

Die Nachfahren regierender Fürstenhäuser haben es nicht leicht. Besonders schlimm trifft es die Hohenzollern. Vor allem der letzte deutsche Kaiser, Wilhelm II. (1888 bis 1918) zieht immer noch das Interesse der Forschung auf sich.

Ein britischer Historiker, John C. G. Röhl, wählte den letzten Hohenzollern auf dem Thron zu seiner Lebensaufgabe. Drei Bände mit circa 4200 Seiten brachte Herr Röhl zu Papier. Ich hatte die zweifelhafte Ehre, einen dieser Bände für eine Fachzeitschrift rezensieren zu dürfen.

Weiterlesen ... Die Hohenzollern und warum Arbeit adelt

von Katharina Kellmann

Prof. Bernd Lucke versucht, an der Hamburger Universität wieder seinen Pflichten als Professor der Volkswirtschaftslehre nachzukommen. Dies scheint ein Problem zu sein, vor allem ein Problem für Menschen, die die politischen Standpunkte Luckes ablehnen.

Dies ist ihr gutes Recht. Nicht selten hat Lucke mit provokanten Äußerungen auf sich aufmerksam gemacht. Aber eine Hochschule ist ein Ort, an dem die Auseinandersetzung mit Argumenten geführt werden soll. Vorlesungen zu stören gehört in meinen Augen nicht dazu. Auch dass entweder die Polizei oder private Sicherheitsdienste dafür sorgen müssen, dass der akademische Lehrbetrieb ungestört abläuft, lässt Zweifel aufkommen, ob wir noch in einer liberalen Demokratie leben.

Nun ist Prof. Lucke nicht irgendwer. Er zählt als Wirtschaftswissenschaftler zur neoliberalen Schule. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit Konjunkturproblemen. Wie viele seiner Kollegen schlug er in den neunziger Jahren vor, staatliche Sozialleistungen zu kürzen, da nur so die hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland überwunden werden könne.

Weiterlesen ... Meinungsfreiheit in Hamburg

Nun ziehen sie wieder in deutschen Großstädten. In Köln findet der CSD statt. Für alle, die in unseren genderbewegten Zeiten noch nicht wissen, was das bedeutet: Das Kürzel CSD steht für Christopher Street Day. Dort, im New Yorker Stadtteil Greenwich Village, kam es am 28. Juni 1969 zu einer Straßenschlacht zwischen Transsexuellen, Drag Queens und der Polizei.

Seit dem Ende der 70er-Jahre wird auch in Europa mit Demonstrationen oder ›Paraden‹ an das traurige Ereignis erinnert. Stand zuerst noch der politische Charakter, also der Protest gegen Polizeiwillkür und staatliche und gesellschaftliche Diskriminierung im Vordergrund, so ist der CSD mittlerweile zum karnevalesken Happening degeneriert. Außerdem haben Homosexuelle den CSD für sich entdeckt und instrumentalisiert. In einer Großstadt wie Köln trifft sich am CSD in der Innenstadt die ›Community‹, um die eigene Sexualität zu feiern. Wobei die Anmerkung gestattet sei, dass Transsexualismus nichts mit Sexualität, sondern mit der geschlechtlichen Identität zu tun hat.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.