Kellmann Katharina

Katharina Kellmann ist Historikerin und Publizistin. Das Spek­trum ihrer The­men umfasst die deut­sche und euro­päi­sche Geschichte seit 1648, mit Beiträgen zur Revo­lu­tion von 1918/19, zur Geschichte des Libe­ra­lis­mus und der See­fahrt bis zum Bereich Mode und Kul­tur.

Kolumne: Rubikon

 

By Didier Descouens - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18182805

Erzählung von Katharina Kellmann

1913 löste die Zabernaffäre eine innenpolitische Krise im Kaiserreich aus. In der elsässischen Garnisonsstadt Zabern hatte ein deutscher Offizier, Leutnant Günter Freiherr von Forstner, einheimische Rekruten mit dem Schimpfwort »Wackes« bedacht. Dieses Wort – im Dienstgebrauch verboten – galt im Elsass als Beleidigung. Einige Rekruten informierten die Presse und wurden prompt bestraft. Herr von Forstner erhielt wenige Tage Stubenarrest, um die öffentliche Erregung zu dämpfen.

Weiterlesen ... »Immer feste druff«. Die Tagebücher des Leutnants Forstner

von Katharina Kellmann

Nun haben wir ein Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Ein Innenministerium ist ein klassisches Ressort und bedarf keiner Begründung. Über Jahrzehnte hinweg gab es ein Bundesministerium für Wohnungsbau. Jetzt zählt auch die Heimat zu den Politikfeldern, mit denen sich eine Bundesregierung beschäftigt.

Weiterlesen ... Ein Ministerium für die Heimat oder Politik mit dem Herzen

Willy-Brandt-Haus

von Katharina Kellmann

Nun ist es passiert: Die Sozialdemokratie erreichte bei den Bundestagswahlen etwas mehr als 20 Prozent der abgegebenen Stimmen. In meinen Augen wirft dieses Ergebnis die Frage auf, wie es mit der Partei weitergehen soll. Zwar lag die Union in den Bundestagswahlen seit 1949 meistens vor der Sozialdemokratie, aber seit 2005 verfestigt sich im Bund der Rückstand auf die Union. Läuft die SPD Gefahr, zum ständigen Juniorpartner der Union zu werden? Oder als ewige Oppositionspartei wie bei den Landtagswahlen wie in Bayern eine Teilnahmebestätigung zu erhalten?

Weiterlesen ... Ja, die SPD