Steffen Dietzsch: Bannkreis

Das Einstein in der Kurfürstenstraße – mit Dependancen ›Unter den Linden‹ und in der Friedrichstraße – ist das schönste und legendärste Caféhaus Wiener Prägung in Berlin. Man findet dort die tägliche Weltpresse ebenso wie Leute ›von Welt‹ (oder solche, die sich dafür halten): ›Monde‹ & ›Demi-Monde‹ reichlich, glücklich vereint. Dort auch sitzt der Flaneur, trifft sich mit Leuten, mit denen er beruflich zu tun hat, liest Zeitung, sieht schönen Frauen nach, unterhält sich über Ausstellungen, Theater etc. Die Kolumne von Steffen Dietzsch, Bannkreis, versammelt – in loser Folge – die Resultate seines Flanierens: kleine Glossen, Artikel zur Sache.

 

...neulich im Einstein

 las ich wieder einmal von den alt-neuesten Versuchen, dem Alten Testament diesseits der Grenzen bloßer Vernunft ersatzweise Raum zu verschaffen. Das Toleranzgebot der Vernunft sei doch zuallererst auf sie selber anzuwenden, hört man Bischöfe und Minister sagen.

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...neulich im Einstein

genauer bei Einstein Bros. in Boulder, Colorado, allerdings ohne meinen roten Portwein – und überhaupt without any alcohol! – an diesem Vormittag, las ich vom Ableben Jerry Falwell’s am 15. Mai. Er verkörperte sozusagen den ›ideellen Gesamtpfingstler‹,

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...neulich im Einstein

 war auf den Titelblättern der Gazetten überall ›Serjosha‹ zu sehen, ein ernster junger Mann, der Blick gesenkt, ein Soldat, die Flinte auf dem Rücken, Helm in der Hand, kein strahlender Held, beherrscht, aber kein Herrscher, kein Auftrumpfer, eher mitleidend, ein Trauernder.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.