Steffen Dietzsch: Bannkreis

Das Einstein in der Kurfürstenstraße – mit Dependancen ›Unter den Linden‹ und in der Friedrichstraße – ist das schönste und legendärste Caféhaus Wiener Prägung in Berlin. Man findet dort die tägliche Weltpresse ebenso wie Leute ›von Welt‹ (oder solche, die sich dafür halten): ›Monde‹ & ›Demi-Monde‹ reichlich, glücklich vereint. Dort auch sitzt der Flaneur, trifft sich mit Leuten, mit denen er beruflich zu tun hat, liest Zeitung, sieht schönen Frauen nach, unterhält sich über Ausstellungen, Theater etc. Die Kolumne von Steffen Dietzsch, Bannkreis, versammelt – in loser Folge – die Resultate seines Flanierens: kleine Glossen, Artikel zur Sache.

 

…neulich im Einstein

nach einem Vortrag von Jorge Semprun (zur Eröffnung der Ausstellung España en el corazón in der Berliner Ibero-amerikanischen Bibliothek) begriff ich spontan die Redewendung von der Wahrheit in der Niederlage. Nämlich, dass die tragische Wahrheit des Verlierers gerade nicht im Verlust der Wahrheit besteht.

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…neulich im Einstein

blätterte ich im gerade erschienenen neuen Band der Nietzsche-Studien. An Stegmaiers Beitrag blieb der Blick hängen, am lakonischen Titel Nach Montinari. Wir befinden uns beim Umgang mit Nietzsches Werk offensichtlich in einer sozusagen dritten Kehre: Förster-Nietzsche – Montinari – Nach Montinari! Denn es gibt eine ganz neue Editionslage.

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…neulich im Einstein

las ich noch einmal die Rede des diesjährigen Büchnerpreisträgers und erinnerte mich dabei an eine merkwürdige Begebenheit, unlängst in einem Billigflieger. Ein Stewart lief konzentriert den Mittelgang entlang, fixierte kurz die Passagiere, wobei seine Hände wie bei einem frühen Parkinson zitterten.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.