Steffen Dietzsch: Bannkreis

Das Einstein in der Kurfürstenstraße – mit Dependancen ›Unter den Linden‹ und in der Friedrichstraße – ist das schönste und legendärste Caféhaus Wiener Prägung in Berlin. Man findet dort die tägliche Weltpresse ebenso wie Leute ›von Welt‹ (oder solche, die sich dafür halten): ›Monde‹ & ›Demi-Monde‹ reichlich, glücklich vereint. Dort auch sitzt der Flaneur, trifft sich mit Leuten, mit denen er beruflich zu tun hat, liest Zeitung, sieht schönen Frauen nach, unterhält sich über Ausstellungen, Theater etc. Die Kolumne von Steffen Dietzsch, Bannkreis, versammelt – in loser Folge – die Resultate seines Flanierens: kleine Glossen, Artikel zur Sache.

 

...neulich im Einstein

 sah ich ein Foto aus Tiflis – auf einer Balustrade war der georgische Präsident mit seinen Kollegen aus Polen, der Tschechei und den baltischen Staaten zu sehen, wie sie am großgeorgischen Nationalstolz (an)teilnahmen. Waren die Gäste nicht aber vielleicht am falschen Ort?

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...neulich im Einstein

kam mir eine Tagebuchnotiz von Stendhal vor Augen: Deutsche haben keine Scham vor der Rührung … hierzulande sei man immer unflätig gerührt. Das scheint inzwischen zur nationalen Charaktereigenschaft – physisch wie intellektuell –avanciert zu sein!

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...neulich im Einstein

 diesmal nicht in der Kurfürstenstrasse, hier wird gerade renoviert, sondern bei Einstein Bros. in Austin, Tx, 2404 Guadelupe, musste ich - leicht verärgert - konstatieren, dass Max Webers Erklärung (in Wissenschaft als Beruf) der Überlegenheit des amerikanischen Hochschulsystems gegenüber unserem immer noch zutrifft, trotz all unserer rabulistischen Reformerei seither.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.