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Katharina Kellmann ist Historikerin und Publizistin. Das Spek­trum ihrer The­men umfasst die deut­sche und euro­päi­sche Geschichte seit 1648 mit Abste­chern in das 16. oder 15. Jahr­hun­dert. Ihre The­men sind breit gespannt: von der Revo­lu­tion von 1918/19 über die Geschichte des Libe­ra­lis­mus und der See­fahrt bis zum Bereich Mode und Kul­tur.

Besprechungen

Hedwig Richter: Moderne Wahlen. Eine Geschichte der Demokratie in Preußen und den USA im 19. Jahrhundert, Hamburg (Hamburger Edition) 2017, 700 Seiten, 70 Abb.,

von Holger Czitrich-Stahl

Mit dem Buch Moderne Wahlen hat Hedwig Richter ihre Habilitationsschrift vorgelegt. Es handelt sich hierbei um eine vergleichende Analyse und Bewertung der Geschichte der Wahlen und des Wahlrechts in den USA und in Preußen im 19. Jahrhundert im Rahmen einer Demokratiegeschichte der Neuzeit. Die Verfasserin forscht seit 2016 am Hamburger Institut für Sozialforschung und ist Privatdozentin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald, wo sie sich auch habilitierte.

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Michel Pastoureau: SCHWARZ - Geschichte einer Farbe. Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Imprint des Philipp von Zabern Verlags) 2016, 207 Seiten

Schwarzsemiotik eingebettet in Sozialkommunikation

von Milutin Michael Nickl

Ein mit hundert Abbildungen treffsicher illustriertes Sachbuch zur europäisch-mediterranen Kommunikations- und Symbolikgeschichte der Farbe Schwarz (Farbcode: #000000); auf glattem, weißem Premiumpapier mit optimaler Farbbrillanz gedruckt, säurefrei und alterungsbeständig, wie im Impressum notiert. Eine schöne Edition und eine faszinierende Fleißarbeit. Ihr Autor, 1947 in Paris geborener Mediävist, war Lehrstuhlinhaber für abendländische Symbolikgeschichte (chaire d'histoire de la symbolique occidentale) an der Pariser Sorbonne. Dabei verwandtschaftsweitläufig gesehen mit günstiger Karriere-Ausgangsbasis beglückt: le petit-cousin de Claude Lévi-Strauss, le fils d'Henri Pastoureau, proche des surréalistes et le neveu d'Henri Dubief (historien) , wie auf fr.wikipedia nachzulesen ist. Fraglos ist Michel Pastoureau ein Big Shot auf seinem fächerverbindend kommunikationshistorischen Gebiet und durch zahlreiche, international renommierte Publikationen ausgewiesen. Nicht nur quantitativ dürften die auflagenstarken angloamerikanischen Parallel-Editionen schätzungsweise als die jeweils einflußreicheren anzusehen sein. Vom Autor eigenständig und souverän kompiliert, liefert das hier in Rede stehende Werk eine substanziell resümierende Summe zu historischen und prähistorischen Entwicklungsstadien und Tendenzen der Farbe Schwarz, eingebettet in Aspekte und Einstellungshaltungen zur Sozialgeschichte und Sozialkommunikation.

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Ulrich Schödlbauer: Notizen zur Deutschen Einheit, Heidelberg 1994, 82 Seiten

von Gunter Weißgerber

Unlängst fiel mir ein kleines Büchlein in die Hände. Schwarz, mit einem mainstreamverweigernden Bild inmitten der vorderen Umschlagseite. »Notizen zur Deutschen Einheit« verspricht der Titel. Ziemlich eigenständig ist darunter eine aktuelle Deutschlandkarte, die, scheinbar verwirrt, statt der üblichen innerdeutschen West-Ost- ›Grenz‹ziehung Deutschland querstreift, von Nord nach Süd herunter. Immer mit quer laufenden Schwarzweiß-Balken. Wobei ab dem ›Weißwurstäquator‹ die schwarz-weißen Balken durch grau-weiße Balken abgelöst werden. Oder interpretiere ich nur zu viel hinein?

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