Hans von Storch: Zur Sache Klima. Aufnahme: ©J.Xu Aufnahme: ©J.Xu

Die Absicht dieser Kolumne geht dahin, ruhiger, als es in der Publizistik gemeinhin geschieht, die Hintergründe von Aufregerthemen in Sachen Klimawandel und Klimaschutz zu erläutern, manchmal auch einfach Grundlagen zu erklären. – Hans von Storch, geb. 1949, ist Professor am Meteorologischen Institut der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften (MIN), Zweitmitglied an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo) der Universität Hamburg sowie Direktor emeritus des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz Forschungszentrum Geesthacht. Er ist Spezialist für Fragen der Klimamodellierung und hat in verschiedenen Arbeitsgruppen des IPCC mitgearbeitet. Zusammen mit Werner Krauß schrieb er das Buch Die Klimafalle: die gefährliche Nähe von Politik und Klimaforschung (2013).

 

von Herbert Ammon

I.

Den dritten Teil dieses Textes bildet die Rezension eines Buches, das unter dem Eindruck des – seit Ende August 2015 von Bundeskanzlerin Merkel unbedacht (?) forcierten – Zustroms von Flüchtlingen und/oder Migranten produziert wurde. Diese Buchbesprechung ist auch als Replik auf den vor kurzem in Globkult (08.12.2015) veröffentlichten Beitrag von Werner Stanglmeier Erste Hilfe(n) zu lesen.

von Herbert Ammon

Wenn ein Mensch im Alter von 93 Jahren stirbt, kann man schwerlich von einem überraschenden Tod sprechen. Bei Egon Bahr verhält es sich anders. Zwar war dem Gesicht das hohe Alter abzulesen, doch wenn er bei einer Veranstaltung des Politikbetriebs das Wort ergriff, war von Altersmüdigkeit nichts zu erkennen.

Haus der Geschichte Bonnvon Herbert Ammon

1.

Realgeschichte, id est die komplexe historische Wirklichkeit, und Geschichtsschreibung sind von der Natur der Sache her nicht deckungsgleich. Erst recht klaffen die historische Realität und die geschichtspolitische Vermittlung – der von politischen Vorgaben und Wertigkeiten geprägte Umgang mit der Vergangenheit – oft weit auseinander. Augenscheinlich greifbar wird derlei Diskrepanz beim Passieren jener Gedenktafeln an diversen Autobahnen, etwa südwestlich von Berlin kurz hinter der Stadtgrenze, welche an die »Deutsche Teilung 1945-1990« erinnern sollen.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.